Unser Leben und unsere Sendung

Wir über uns

Wir sind eine Gemeinschaft von 26 Schwestern zwischen Mitte 20 und 90, die sich an der Bibel und an der Regel Benedikts ausrichten, um so ein Leben mit Jesus Christus zu führen.

 

Im Mittelpunkt unseres Lebens steht die Suche nach Gott. Wir wissen uns von Jesus Christus in diese Gemeinschaft hineingerufen und wollen mit unserem Leben Antwort auf seinen Ruf geben.

Unser gemeinsames Leben wird geprägt vom Wechsel zwischen Gebet und Arbeit. Im Zusammenspiel der unterschiedlichen Temperamente entfaltet es sich in seiner Vielgestaltigkeit.

Täglich feiern wir gemeinsam die Eucharistie und kommen zu festen Zeiten in der Kirche zusammen, um im Stundengebet das Wort Gottes (Bibel) zu hören und Gott Lob zu singen. Im persönlichen Gebet tragen wir unser Leben, die Anliegen der Menschen sowie die Anliegen von Kirche und Welt vor Gott.

Richtschnur für unser Leben ist die Regel Benedikts, die Benedikt von Nursia im 6. Jahrhundert geschrieben hat. Durch sie bekommt unser Zusammenleben im Kloster eine konkrete Gestalt in unserer Beziehung zu Gott, zueinander und zu den Menschen um uns herum.

Indem wir unser Herz dem Wort Gottes und seinem Anspruch öffnen, wirkt es hinein in unsere Arbeit, in unser Gemeinschaftsleben und in die Begegnungen mit Menschen, die zu uns kommen. Unser Ziel ist, uns vom Wort Gottes und von der Gegenwart des Herrn in der Eucharistie durchdringen und prägen zu lassen.

Als Benediktinerinnen leben wir „von unserer Hände Arbeit". Die anfallenden Aufgaben im Haushalt, in den Werkstätten, an der Pforte, im Gästebereich, in der Verwaltung, im Garten, bei der Betreuung unserer alten Schwestern und vielem mehr, teilen wir uns nach unseren Fähigkeiten und den Notwendigkeiten auf.

Jede Schwester versucht täglich Ja zu dem zu sagen, was ihr begegnet, was möglicherweise ihre Pläne durchkreuzt, und dem Tag eine ganz andere Richtung gibt, um eins zu werden mit dem, was sie als Wille Gottes für ihr Leben erkennt.

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Das Charisma der Benediktinerinnen vom heiligsten Sakrament - ein immer pfingstliches Charisma –

Die Gründerin der Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament, Mechtilde de Bar (1614 – 1698), in deren benediktinischer Tradition wir stehen, legt uns ein Wort ins Herz: „Ihr müsst heiliges Feuer in euch tragen, treppauf, treppab!“ Dieses Wort bringt unsere Berufung auf den Punkt: im alltäglichen benediktinischen Leben, sich dem brennenden Dornbusch aussetzen, in den Begegnungen untereinander, in den Begegnungen mit allen Menschen, die an unsere Tür kommen, immer neu lernen und erfahren und glauben, dass Gott uns gerade dort, wo wir sind, sagt: „Ich bin, der ich bin da!“  

Die Bereitung dazu ereignet sich im Stundengebet, in der Lectio divina und in der eucharistischen Anbetung, die wesentliche Elemente unseres Lebens sind, ja unserem Tag den Stempel aufdrücken. In ihnen „fangen wir Feuer“ und werden nach und nach sozusagen „umgeschmolzen“, bis unsere Ecken und Kanten, unsere Gaben und Grenzen, wir selbst und unsere Gemeinschaft in ihren Höhen und Tiefen immer mehr von der Gegenwart Gottes glühen, bis das eigene Herz und das Herz unserer Gemeinschaft entzündet sind und wir dann „Funken werfen“. „Denn man kann in anderen nur entzünden, was in einem selber brennt“, sagt Mechtilde de Bar.    

Jesu Wort trifft genau auf unser Leben: „Jeder muss mit Feuer gesalzen werden“ (Mk 9,49) und „wir sind „mit Feuer getauft“ (vgl. Mt 3,11). Das fühlt sich nicht gerade prickelnd an, eher schmerzlich, aber oft genug erfüllend, sodass wir, wo immer es sich ergibt, gern mit anderen Menschen uns diesem göttlichen Feuer nähern. „Seid nicht nur eine Lampe, die brennt, sondern eine, die leuchtet und wärmt“, sagt Mechtilde de Bar. Das ist unser Ziel: das weite Herz (RB PR 49), und das ist immer ein von Liebe brennendes Herz, ein betendes Herz. Jesus selbst gibt dabei den Ton an: „Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen und wie wünsche ich, dass es schon brennt!“ (Lk 12,49)