"Hilfe zur Selbsthilfe"

"Hilfe zur Selbsthilfe" - dieser Gedanke leitet die Arbeit der Missionsprokur. Die Hilfsprojekte sollen einen Impuls bilden, damit die Menschen in den geförderten Gebieten eine Zukunftsperspektive spüren. Damit fördern wir einen fortwährenden eigenen Antrieb zur Entwicklung.

Kontakt

Missionsprokur
der Montfortaner Patres Bonn e.V. 

Pater Edmund Jäckel
Waldauweg 8
53127 Bonn

 

Tel.: 0228 21 05 58
Fax: 0228 24 16 81

smm.ger [at] t-online.de

Spendenkonten

Commerzbank Bonn
IBAN:  DE23 3804 0007 0118 6808 00
BIC:    COBADEFFXXX

 

Sparkasse KölnBonn
IBAN:  DE88 3705 0198 0017 5310 96
BIC:    COLSDE33

2007/08     Kolumbien: Straßenkinder in Bogotá

Mehr als 200 Straßenkinder betreut P. Motta Blanco zusammen mit einem Team aus Sozialarbeitern und Lehrern. Die finanziellen Mittel für Spiele, Bücher und Musikinstrumente sind allerdings sehr knapp.

Advent 2007

 

Liebe Missionsfreunde,
wir beginnen nun den Advent, die Vorbereitungszeit auf das Kommen Jesu Christi, des Lichts der Welt. Auch in diesem Jahr konnte die Missionsprokur Dank Ihrer großzügigen Unterstützung wieder an verschiedenen Orten helfen und Licht in manche Dunkelheit bringen. (Auf der Projekte-Seite erfahren Sie unter der jeweiligen Projektbeschreibung, wie Ihre Hilfe verwendet worden ist.)


Vor wenigen Tagen kam ein Hilferuf aus Kolumbien. Mein Mitbruder Pater Motta Blanco (72) betreut seit 2001 eine Pfarrei in der Hauptstadt Bogotá. Die Gemeinde liegt in einem sehr armen Stadtteil. Hier leben viele Leute ohne feste Arbeit und in den meisten Familien fehlt der Vater. Die Lebensumstände der Menschen sind deprimierend. Viele sind obdachlos. Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den Zuständen: während sich die Mütter irgendwie um den Lebensunterhalt bemühen, sind die Kinder allein. Zwangsläufig geraten sie auf die Straße, wo sie schnell in Drogenabhängigkeit, Kriminalität und Prostitution abgleiten.

Für P. Motta Blanco war das eines der größten Probleme in seiner neuen Pfarrei. Er holte zunächst 100 Kinder von der Straße und sorgte dafür, dass sie drei Mahlzeiten am Tag bekamen. Er bildete vier Gruppen mit je 25 Kindern und stellte für jede Gruppe einen Sozialarbeiter ein. Die Sozialarbeiter organisierten Spiele, Lesestunden, leiteten die Kinder an bei handwerklichen Tätigkeiten und Bastelarbeiten und zeigten ihnen Notwendigkeit und Möglichkeiten friedlichen Zusammenlebens, weil die Kinder anfangs alle mit Messern oder anderen gefährlichen Gegenständen bewaffnet waren.

Zwei Lehrer übernahmen die Hausaufgabenbetreuung und zwei weitere Personen kümmerten sich um die Zubereitung und Verteilung der Mahlzeiten.

 

Vor einiger Zeit wurde der japanische Botschafter in Bogotá auf P. Motta Blancos Straßenkinderprojekt aufmerksam. Als Anerkennung für die gute Arbeit zugunsten der vernachlässigten Kinder hat die japanische Regierung die Errichtung eines Gebäudes für das Projekt finanziert. Vorher hatten P. Motta Blanco und seine Mitarbeiter die Kinder notdürftig in den Räumlichkeiten der ohnehin sehr armen Pfarrgemeinde betreuen müssen.

Das neue Gebäude hat es ermöglicht, dass bald schon 200 Kinder von der Straße geholt werden konnten. Aber die steigende Zahl der Kinder bedeutet auch, dass mehr Sozialarbeiter, Lehrer und sonstiges Personal benötigt werden und bezahlt werden müssen. Auch steigt der Bedarf an Arbeitsmaterialien, Spielen, Büchern, Musikinstrumenten und was sonst noch für die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen gebraucht wird.

 

Die Kinder sollen lernen, ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen, konzentriert zu arbeiten und Freundschaften zu schließen. Sie sollen ihre eigenen Fähigkeiten und Talente entdecken und lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Nur so besteht für sie die Chance auf eine glückliche Zukunft.

 

Mit Ihrer Spende helfen Sie Pater Motta Blanco und seinen Mitarbeitern, im Sinne unseres Ordensgründers, des Heiligen Montfort, den Straßenkindern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben damit sie hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und ein gnadenreiches, frohes Weihnachtsfest. Möge der Mensch gewordene Sohn Gottes uns alle in das Neue Jahr 2008 begleiten. 

 

Im Gebet verbunden grüßen herzlich

Pater Edmund Jäckel, smm
Pater Rayappa Joseph, smm

Zurück